Workshop über Psychoanalyse und Technik

Sunday, March 14th, 2010 by Clemens Muchitsch | Conferences, Presentations

Eine Kooperation zwischen Psychoanalytischer Akademie und TU-Wien

Was treibt einen Computer? Wie berechnet man Besetzung?

Freuds zweites topisches Modell, die Triebtheorie und deren Anwendungen in der Computertechnik

Der Flyer zum Workshop kann hier downgeloaded werden: flyer-workshop-20032010

Moderation: Dr. Gyuri Fodor
Samstag, 20. März 2010, 9 – 14 Uhr
Salzgries 16/3, 1010 – Wien

Die Psychoanalyse und der Paradigmenwechsel in der Künstlichen Intelligenz

Die von der Computertechnik zu bewältigenden Prozesse werden zunehmend kom-plexer. Aber bis jetzt können die Forscher viele der großen Erwartungen in die „künstliche Intelligenz” noch nicht zufriedenstellend erfüllen. Nicht zuletzt aus diesem Grund arbeitet ein Forschungsteam von Technikern und Psychoanalytikern unter der Leitung von o. Univ. Prof. Dr. Dietmar Dietrich am Institut für Computertechnik der Tech-nischen Universität Wien an einem Paradigmenwechsel in der Künstlichen Intelligenz: Aufbauend auf der Triebtheorie und dem zweiten topischen Modell von Freud soll „der psychische Apparat” für technische Zwecke modelliert und schließlich emuliert werden, um technische Probleme bei großen Datenmengen besser bewältigen zu können. Die speziellen Bedingungen und Erfordernisse der technischen Modellierung zu berück-ich-tigen und gleichzeitig wesentliche psychoanalytisch definierte Inhalte zu wahren, bedeu-tet eine große interdisziplinäre Herausforderung, bei der es nicht nur eine eindeutige „Lösung” geben kann. Als größte methodische Herausforderung hat sich dabei ergeben, dass die Axiomatik in der Psychoanalyse nicht ausreichend präzise formuliert (beschrie-ben) ist, weshalb es gilt, diese wissenschaftlich neu herauszuarbeiten – eine Jahrhundert-aufgabe.
Mit dem Workshop soll ein regelmäßiges Forum hergestellt werden, in dem die Psycho-analyse aus der Perspektive der Naturwissenschaft und das technisch orientierte Modell unter dem Blickwinkel der Psychoanalyse betrachtet und diskutiert werden.

Programm

09.00 Eröffnung (Fritz Lackinger)
09.05 Problemstellung (Dietmar Dietrich)
09.20 Das Modell im Überblick (Dietmar Bruckner)
09.40 Ausgewählte Problemstellungen in der Modellentwicklung (Klaus Doblhammer)

10.00 Diskussion*
11.00 Pause

11.30 Diskussion*
12.30 Pause

13.00 Diskussion*
14.00 Ende

*je nach Teilnehmerzahl in Kleingruppen oder Fishbowl

In den Pausen: Stehbuffet mit Fingerfood zum Netzwerken

Potentielle Fragen für die Diskussionsrunden

  • Wie können Psychoanalytiker und Computertechniker zusammenarbeiten?
  • Welche Prinzipien aus der Psychoanalyse können in der Computertechnik Verwendung finden?
  • Wie kann die Computertechnik die Psychoanalyse als Wissenschaft unterstützen?
  • Kann ein Computer nach dem Lustprinzip arbeiten?
  • Wie lassen sich die Gefühlsqualitäten der Aggression in einer Maschine simulieren?
  • Welche Bedeutung können Affekte und Bewusstsein im Computer haben?
  • Was treibt einen Computer?


No comments yet.

Leave a comment

Search